10.12.2014

Sauber und Professionell sollte es sein!

Clean Code Entwicklung

 

Bestehen Sie in Ihrem nächsten Softwareprojekt doch einfach auf einen sauberen Code. Erstellt von professionellen Softwareentwicklern. Denn Sie möchten Ihre Software ja sicher auch in einem professionellen Umfeld einsetzen, nicht wahr?

 

Doch klären wir zunächst einmal die beiden Begriffe „sauberer Code“ und „Professionalität“.

 

Der Begriff „sauberer Code“ (engl. clean code) wurde von Robert C. Martin in seinem Buch „Clean Code“ geprägt. Als „clean“ wird dabei ein Softwarecode bezeichnet, der intuitiv verständlich ist, also mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit richtig verstanden werden kann. Dabei sollten selbstverständlich auch alle Dokumente, Konzepte, Regeln und Verfahren, die für die Entwicklung genutzt wurden, intuitiv verständlich sein.

 

Als „Professionell“ bezeichnet die Clean Code Entwicklung Softwareentwickler, die sich mit ihrem Beruf bewusst auseinander setzen. Kein einfaches Erfüllen der Programmieraufgabe, sondern Handeln nach einem definierten Wertesystem, das sowohl die eigenen als auch die Bedürfnisse der Kunden und Projektmitarbeiter erfüllt.

 

DAS KLINGT ALLES SEHR GUT - UND DAS IST ES AUCH! 

 

DENN: Gemeinsame transparente Regeln zur Softwareentwicklung schaffen, die es auch Fremden ermöglichen, sich schnell in die Software einzuarbeiten, bedeutet letztendlich Kostenreduzierung. Je „cleaner“ eine Software ist, desto leichter und schneller können Programmerweiterungen vorgenommen oder Softwarefehler analysiert und korrigiert werden – auch durch einen Dritten.

 

Schlussendlich bekommt der Kunde die Software günstiger zu einer höheren Qualität.

 

Doch was ist, wenn ...

  • am Ende des Projektes wieder alles ganz schnell gehen muss?
  • Tausende von Euro gefährdet sind, weil die neue Software nicht rechtzeitig fertig wird?
  • ... und ... und ... und ...?

 

Diese Problematik kann durch Clean Code Entwicklung natürlich nicht gelöst werden. In Anbetracht der Tatsache jedoch, dass 80 Prozent der Lebensdauer von Software auf die Wartungszeit entfällt, sollte das Projektbudget auch noch ein klein wenig Reserven für die Clean-Code-Nachbearbeitung (Refactoring) beinhalten. Dieses investierte Geld hat sich schnell durch bessere Wartbarkeit amortisiert!

 

DAS PROBLEM UNKLARER ANFORDERUNGEN ALLERDINGS ...

... kann die Clean-Code-Entwicklung nicht lösen. Mit keinem Verfahren der Welt kann aus unklaren Anforderungen eine korrekte Software geschrieben werden.

System- bzw. Anforderungsanalytiker (engl. requirements engineers) und Fachkonzeptautoren MÜSSEN dafür sorgen, dass die Softwareentwickler eindeutige, korrekte und in sich widerspruchsfreie Anforderungen erhalten, damit sie überhaupt einen guten Job machen können.

Dabei lassen sich auch hier die Prinzipien von Clean Code leicht anwenden: Professionell und sauber, also intuitiv verständlich sollten sie sein …

 

Ihre aufgrund dieser Ausführungen hoffentlich entwickelte "neue Anforderung", die Clean-Code-Idee im nächsten IT-Projekt einzubinden, ist ganz sicher ein richtiger Schritt zu mehr Transparenz und Effizienz in der Softwareentwicklung. Und ein echter Qualitätsgewinn!

 

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